E-Learning und spielorientierte Elemente für Unternehmen

Viele kleinere Betriebe verfügen jedoch traditionell nur über begrenzte zeitliche, finanzielle und personelle Kapazitäten. Sie können daher im Arbeitsalltag nicht auf die Präsenz der Mitarbeiter im Betrieb verzichten. Die notwendige Freistellung von Mitarbeitern für kurz- und längerfristige Bildungsmaßnahmen gestaltet sich somit häufig schwierig. Hier kann durch E-Learning Maßnahmen quer durch die Elektroindustrie Abhilfe geschaffen werden.

E-Learning spart nicht nur Kosten und Zeit. Es macht für viele Menschen Weiterbildung überhaupt erst möglich. Dies hat auch damit zu tun, dass Mitarbeiter durch E-Learning seine Lernzeiten flexibel einteilen und seine individuellen Wissensdefizite ausgleichen kann. Das benötigte Wissen kann man sich genau dann aneignen, wenn man es benötigt. E-Learning fördert lebensbegleitendes Lernen und ist daher ein wichtiges Instrument einer modernen Bildungspolitik für die gesamte gewerbliche Wirtschaft.

E-Learning ist allerdings kein Selbstläufer. Über 2/3 aller innerbetrieblicher E-Learning Maßnahmen werden aufgrund mangelnder Motivation vorzeitig abgebrochen. Der Hauptgrund hierfür liegt einerseits in der didaktisch falschen oder benutzerunfreundlichen Präsentation der Lerninhalte, als auch in der fehlenden Selbstdisziplin und Medienkompetenz der Teilnehmer.

Durch spielorientierte Elemente können diese Hürden überwunden werden. Solche Elemente werden erfolgreich zur Lernkontrolle und Steigerung der Motivation zum „Weitermachen“ eingesetzt. Im Gegensatz zu digitalen Lernspielen (Serious Games) werden fachliche Inhalte auf bewährte Weise vermittelt. Rückt das Spielen selbst in den Mittelpunkt, besteht die Gefahr der Ablenkung von Lehrinhalten. Gerade in der Elektroindustrie wird die Nutzung moderner Medien gerade erst zu einer Selbstverständlichkeit. Bei reinen Lernspielen ist eine breite Akzeptanz deshalb noch nicht zu erwarten. Spielorientierte Elemente setzen hingegen auf komplette Kontrolle und Freiwilligkeit und erleichtern das Lernen durch eine selbstmotivierende Herangehensweise, ohne auf die Vorteile von echten Lernspielen verzichten zu müssen.

Praktische Erfahrungen konnten mit dem E-Learning-Kurs „Integriertes Qualitäts- und Umweltmanagement“ gewonnen werden, an dem bisher bereits über 1.500 Studierende aus ca. 40 Studiengängen von allen bayerischen staatlichen Hochschulen und Universitäten teilnahmen.
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E-Learning-Kurse können sich auf technische Teilgebiete, als auch auf unternehmerisches Denken beziehen.